Übergewicht bei Kindern in den USA: Ärmere Familien sind stärker betroffen

Jahrelang schienen Kinder – insbesondere in den USA – immer dicker zu werden. Dieser Trend zur Fettleibigkeit scheint nach dem Ergebnis einer Studie von Forschern der Harvard-Universität nun gestoppt – allerdings gilt das offensichtlich nur für Kinder von wohlhabenden Eltern. In finanziell schwächer gestellten Familien in den Vereinigten Staaten nehmen die Teenager nach Aussage der Forscher weiter zu.

Oft fehlt es nach Meinung der Forscher am Geld für gesunde Nahrungsmittel

In der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ wurde die Studie der Forscher der Harvard-Universität vor einigen Tagen veröffentlicht. Die Hauptgründe, die die Experten für Gewichtszunahme nennen, sind bekannt und überraschen nicht großartig:

Bewegungsmangel und falsche Ernährungsgewohnheiten werden nämlich von den Wissenschaftlern genannt. Die Forscher berücksichtigten bei ihrer Studie zwei frühere Erhebungen sowie auch das Einkommen und die Bildung der Eltern.

Das Ergebnis stimmt nachdenklich, weil Kinder aus sozial schwachen Familien immer stärker betroffen sind. Nach dem Ergebnis der Studie nimmt die Übergewichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen in wohlhabenden Familien ab.

Während in ärmeren Familien der Nachwuchs gewichtsmäßig weiter zulegt. Die sozialen Unterschiede würden sich nicht zuletzt auf der Waage zeigen, weil gebildete Familien eher Sport treiben würden, zum Beispiel wandern gehen oder regelmäßige Radtouren unternehmen, sondern weil es in ärmeren Familien auch häufig am Geld für gesunde Lebensmittel fehle. Den Forschern zufolge erledigen sozial schwach gestellte Familien ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf häufig in Fast-Food-Restaurants und Straßenläden mit einem eher schlechten Sortiment, wo viele Lebensmittel mit Fett, Zucker und Salz verkauft würden.

Quelle: www.welt.de
Bildquelle: ©Stuart Monk / iStock


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