Öko-Test: Baby-Windeln im Fokus

Baby-Windeln werden immer dünner und sollen immer mehr Flüssigkeit aufnehmen. Aber nicht bei allen Windeln klappt das. Die Zeitschrift „Öko-Test“ veröffentlicht in ihrer Januar-Ausgabe einen Bericht über verschiedene getestete Windeln – aber das Fazit ist nicht wirklich zufriedenstellend, weil es unterschiedliche Mängel gibt.

Nicht alle Windeln halten dicht

14 Windeln wurden getestet, mehr als die Hälfte läuft aus oder passt einfach nicht richtig. Das Ergebnis sind nasse Baby-Popos oder Druckstellen auf der empfindlichen Kinderhaut. Testsieger wurde übrigens die Babylove Aktiv Plus Premium-Windel vom Drogeriemarkt dm.

Von den Eltern wurden zwei von drei Pampers-Modellen im Praxistest mit der Note Eins bewertet. Im Labor hielt dieses gute Ergebnis jedoch nicht Stand. Denn in den Windeln waren Paraffine und Erdölprodukte enthalten – und bei einem Windeltest spielen nun einmal auch die Inhaltsstoffe eine gewichtige Rollte.

Bis Kinder trocken werden, werden eine Menge Windeln verbraucht. Denn damit Hautentzündungen vorgebeugt wird, müssen die Kleinen gerade in den ersten Monaten mindestens sieben Mal am Tag gewickelt werden.

Die erste Höschenwindel kam übrigens Anfang der Siebziger Jahre auf den deutschen Markt. Von diesem ersten Modell ist nicht mehr viel übrigens geblieben. Denn Windeln von heute sind noch nicht einmal halb so dick wie vor vierzig Jahren – sie saugen aber die doppelte Flüssigkeitsmenge weg.

Zelluloseflocken und ein Kunststoffgranulat machen den Saugkern so zuverlässig. Das Kunststoffgranulat wird auch Superabsorber genannt und ist ein weißes Pulver, das das Fünfzigfache des Eigengewichts an Urin aufnehmen kann. Auch wenn darauf gedrückt wird, wird die Flüssigkeit nicht mehr hergegeben. Das geringe Volumen der immer dünner werdenden Windeln bietet den Kleinen außerdem mehr Bewegungsfreiheit beim Krabbeln oder den ersten Laufversuchen.

Bildnachweis: iStock / thinkstockphotos.de

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