Schüler - Pisa Studie

Pisa-Studie: Deutsche Schüler verbesserten sich

Aufatmen bei den Kultusministern: Für die deutschen Schüler ging es einen Punkt nach oben, in der aktuellen Pisa-Studie stehen sie nun auf Platz 16. Die Medien bewerten das Ergebnis der neuen Studie unterschiedlich. Zwar wird den deutschen Schülern bescheinigt, dass sie besser geworden sind, letztlich aber bewegt sich Deutschland immer noch im Mittelmaß. Die ersten sieben Plätze belegen Shanghai, Singapur, Hongkong, Chinesisch Taipeh, Korea, Macau und Japan. Liechtenstein ist auf Platz 8 das beste europäische Land.

Mädchen schneiden in Mathematik schlechter ab

Dass die ostasiatischen Länder besonders gut abschneiden, führen die Pisa-Forscher darauf zurück, dass dort reine Mathematik mit Quadratfunktion, Kosinus und Wurzelberechnung häufiger auf dem Stundenplan steht als hierzulande, wo es oft um das Behandeln von Textaufgaben geht.

Ein Ergebnis wird von den Forschern als besorgniserregend eingestuft: Denn Jungen rechnen offensichtlich besser als Mädchen. Die Fachleute glauben aber nicht, dass es den Mädchen an Talent fehlt. Vielmehr haben sie häufiger zu große Angst vor dem Fach. Es fehle an Motivation fürs Lernen und Ausdauer für die Zahlen. Das fehlende Vertrauen in die eigenen Rechenfähigkeiten sei Ursache für das schlechtere Rechnen.

Auch eine Forsa-Umfrage hat vor einigen Jahren gezeigt, dass es im Bereich Mathematik deutliche Unterschiede gibt. Denn damals wählte jeder zweite Junge Mathe als Lieblingsfach, während die Zahlenkunde bei den Mädchen nur auf Platz 6 landete. Diese Entwicklung kann langfristig dazu führen, dass Potenzial verloren geht.

In naturwissenschaftlichen Fächern sind heutzutage bereits die Frauen unterrepräsentiert. Technik, Mathematik und Ingenieurswissenschaft steht bei Mädchen und Frauen längst nicht so hoch im Kurs wie bei Jungen und Männern – und das kann sich durchaus auf die spätere Karriere auswirken. Denn die Pisa-Forscher sagen, dass Menschen mit schwachen Kompetenzen im mathematischen Bereich häufig der Zugang zu besser bezahlten Jobs verwehrt bleibt.

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