Hochbegabung: Die intellektuellen Bedürfnisse wahrnehmen

Sie rechnen und lesen schon im Kindergarten-Alter, spielen in jungen Jahren ein Instrument so perfekt, als hätten sie es bereits Jahrzehnte lang geübt oder glänzen durch andere intellektuelle oder auch sportliche Leistungen: Zwei bis drei Prozent aller Kinder sind weit überdurchschnittlich befähigt und gelten damit als hochbegabt. Wenn die intellektuellen Bedürfnisse jedoch nicht wahrgenommen werden und sich diese Kinder nicht entfalten können, sind nicht selten Probleme in der Schule oder im sozialen Bereich die Folge.

Potenziale sollen sich individuell entfalten können

Hochbegabte Kinder sind Gleichaltrigen in Teilgebieten oftmals sehr beträchtlich voraus. Das können sowohl sprachliche, logisch-mathematische, musikalische oder bildnerisch-künstlerische Bereiche sein – manchmal geht es auch gleichzeitig um mehrere Bereiche. Von hochbegabten Kindern wird oft erwartet, dass sie sich durch herausragende Leistungen in der Schule auszeichnen.

Das kann, muss aber nicht der Fall sein. Dass sich Eltern, Lehrer und Erzieher mit dem Thema auseinandersetzen, erfolgt häufig erst, wenn es einen Anlass gibt: Auffälligkeiten in der Familie, Schule oder im Kindergarten. Für die Förderung hochbegabter Kinder setzt sich die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) ein.

Hierbei handelt es sich um einen bundesweit tätigen gemeinnützigen Verein, in dem sich betroffene Eltern, Pädagogen, Psychologen sowie andere Interessierte ehrenamtlich engagieren. Die Beratung hochbegabter Kinder und Eltern, Elterngesprächskreise sowie Förderangebote und die Beratung und Fortbildung für Lehrer und Erzieher sind unter anderem Aufgaben dieses Vereins.

Denn gerade hochbegabte Kinder bedürfen besonders der Förderung und Anregung sowie auch der Geduld, Ermutigung und Toleranz, damit sie zu sich und ihren Fähigkeiten Vertrauen finden. Die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind setzt sich für eine Welt ein, „in der unterschiedliche Fähigkeiten nicht nur akzeptiert, sondern auch gefördert werden, und in der Potenziale sich individuell entfalten können“. Der Verein fordert eine Bildung Bildungspolitik, die die Belange der Hochbegabten berücksichtigt.

Weitere Infos unter www.dghk.de.

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