Mittagsschlaf

Vorsingen wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus

„Schlaf, Kindlein, schlaf“ oder „Guten Abend, gute Nacht“ gehören sicherlich zu den bekanntesten deutschen Wiegenliedern und sind Teil des Einschlafrituals in vielen Familien mit kleinen Kindern. Englische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass die beruhigenden Melodien der Wiegenlieder jedoch nicht nur den Körper messbar zur Entspannung kommen lassen, sondern dass die Klänge sich auch bei kranken Kindern positiv auswirken – effektiver als das Vorlesen einer Geschichte.

Wiegenlieder lassen das Schmerzempfinden sinken

Wenn Eltern ihren kranken Kleinen Schlaflieder vorsangen, fühlten sich die Kinder wohler. Zu dem Ergebnis kamen englische Forscher. An der von ihnen durchgeführten Studie nahmen 37 Kinder im Alter bis zu vier Jahren teil.

Sie alle hatten eine das Herz oder die Atmung betreffende Erkrankung. Die kleinen Patienten nahmen jeweils an drei zehnminütigen Behandlungen teil. Sie hörten Schlaflieder, eine Geschichte oder wurden einfach in Ruhe gelassen. Davor und danach wurden die körperlichen Reaktionen gemessen, zum Beispiel der Herzschlag, die Sauerstoffsättigung des Blutes oder das Schmerzempfinden. Nach dem Hören von Schlafliedern schlug das Herz langsamer. Die Kinder hatten zudem weniger Angst und das Schmerzempfinden der Kleinen sank messbar.

Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass die Effekte auf das Vorsingen der beruhigenden Lieder und nicht auf die Aufmerksamkeit der Eltern zurückzuführen seien. Denn sonst hätte schließlich auch das Vorlesen zu den körperlichen Reaktionen geführt. Dass sich Musik positiv auf die Gesundheit auswirkt, ließen bislang auch schon andere Studien vermuten. Doch mit dieser Studie gibt es nun messbare Ergebnisse.

Musik ist aber nicht nur für die Hörenden von Vorteil: Sänger profitieren nämlich ebenfalls gesundheitlich, da durch das Singen die Atmung aktiviert wird und die Abwehrkräfte gestärkt werden.

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